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Forwarded from Songül Schlürscheid #werdelaut (Songül Schlürscheid)
Wegzugsbesteuerung 2024 – Ein Blick in die Geschichte und unsere Gegenwart

Es ist erschreckend: Mit dem Jahressteuergesetz 2024 tritt eine Regelung in Kraft, die auf den ersten Blick wie eine reine Finanzmaßnahme wirkt, doch ihre Wurzeln reichen tief in die Geschichte. Die Wegzugsbesteuerung, wie sie heute umgesetzt wird, erinnert in ihrer Struktur an die Reichsfluchtsteuer, die 1931 eingeführt und später in der NS-Zeit gezielt gegen jüdische Bürger missbraucht wurde. Diese historische Parallele dient als Mahnung, wie steuerliche Maßnahmen zur Kontrolle und Entrechtung eingesetzt werden können

Was regelt die Wegzugsbesteuerung heute?

Das Gesetz verpflichtet Menschen, die ins Ausland ziehen, eine Steuer auf fiktive Gewinne zu zahlen. Das bedeutet, dass Vermögen wie Firmenanteile oder Investmentportfolios bewertet und besteuert werden – auch wenn nichts verkauft wurde.

Wer ist betroffen?

▪️Firmenanteile ab 1 % Beteiligung: Sobald du mindestens 1 % an einer Gesellschaft hältst, greift die Regelung.

▪️Investmentportfolios ab 500.000 € Gesamtwert: Es zählt der Gesamtwert der Anlagen, unabhängig von deren Streuung.

Historische Parallelen – Die Reichsfluchtsteuer

Die Reichsfluchtsteuer wurde 1931 in der Weimarer Republik eingeführt, um Kapitalflucht zu verhindern. Ab 1933 missbrauchten die Nationalsozialisten diese Regelung gezielt, um jüdischen Bürgern bei ihrer Flucht aus Deutschland große Teile ihres Vermögens zu nehmen. Sie diente als wirtschaftliches und politisches Druckmittel, um Menschen in einem repressiven System zu halten.

🔗 Mehr zur Reichsfluchtsteuer:
Wikipedia: Reichsfluchtsteuer
Wirtschaft im Dritten Reich

Warum jetzt? Eine Vorsichtsmaßnahme oder Vorzeichen?

Die Frage drängt sich auf: Warum wird eine solche Regelung ausgerechnet jetzt verschärft?

▪️Steigende Abwanderungen: Immer mehr Menschen ziehen ins Ausland, sei es aus beruflichen, steuerlichen oder politischen Gründen.
▪️Kriegsähnliche Zustände? Die historische Verbindung zur Reichsfluchtsteuer lässt die Frage aufkommen, ob solche Maßnahmen Vorboten für größere wirtschaftliche oder politische Unsicherheiten sind.

Die historische Verbindung zur Reichsfluchtsteuer lässt – rein spekulativ – die Frage aufkommen, ob solche Maßnahmen Vorboten für größere wirtschaftliche oder politische Unsicherheiten sind.

Fazit: Hinterfragt, schaut genau hin und informiert euch!

Die Wegzugsbesteuerung 2024 ist nicht nur eine Steuerregel, sondern auch ein Symbol für wachsende Kontrolle und Abgrenzung. Ob dies lediglich eine Vorsichtsmaßnahme ist oder auf größere Veränderungen hindeutet, bleibt offen. Doch eines ist sicher: Wer einen Umzug ins Ausland plant, sollte sich dringend rechtlich und steuerlich beraten lassen, um nicht in eine finanzielle Falle zu tappen.

📌 Bezug im Gesetz:
▪️Außensteuergesetz, § 6
▪️Bundesgesetzblatt Teil I Nr. 387, 2024, Art. 11, Seiten 16–18 (https://recht.bund.de/bgbl/1/2024/387/VO.html)

Haben wir hier lediglich ein wirtschaftliches Werkzeug in der Hand des Staates, oder steuern wir auf größere Gefahren zu? Eure Meinungen und Gedanken dazu interessieren mich – teilt sie in den Kommentaren!

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Es ist erschreckend: Mit dem Jahressteuergesetz 2024 tritt eine Regelung in Kraft, die auf den ersten Blick wie eine reine Finanzmaßnahme wirkt, doch ihre Wurzeln reichen tief in die Geschichte. Die Wegzugsbesteuerung, wie sie heute umgesetzt wird, erinnert in ihrer Struktur an die Reichsfluchtsteuer, die 1931 eingeführt und später in der NS-Zeit gezielt gegen jüdische Bürger missbraucht wurde. Diese historische Parallele dient als Mahnung, wie steuerliche Maßnahmen zur Kontrolle und Entrechtung eingesetzt werden können

Was regelt die Wegzugsbesteuerung heute?

Das Gesetz verpflichtet Menschen, die ins Ausland ziehen, eine Steuer auf fiktive Gewinne zu zahlen. Das bedeutet, dass Vermögen wie Firmenanteile oder Investmentportfolios bewertet und besteuert werden – auch wenn nichts verkauft wurde.

Wer ist betroffen?

▪️Firmenanteile ab 1 % Beteiligung: Sobald du mindestens 1 % an einer Gesellschaft hältst, greift die Regelung.

▪️Investmentportfolios ab 500.000 € Gesamtwert: Es zählt der Gesamtwert der Anlagen, unabhängig von deren Streuung.

Historische Parallelen – Die Reichsfluchtsteuer

Die Reichsfluchtsteuer wurde 1931 in der Weimarer Republik eingeführt, um Kapitalflucht zu verhindern. Ab 1933 missbrauchten die Nationalsozialisten diese Regelung gezielt, um jüdischen Bürgern bei ihrer Flucht aus Deutschland große Teile ihres Vermögens zu nehmen. Sie diente als wirtschaftliches und politisches Druckmittel, um Menschen in einem repressiven System zu halten.

🔗 Mehr zur Reichsfluchtsteuer:
Wikipedia: Reichsfluchtsteuer
Wirtschaft im Dritten Reich

Warum jetzt? Eine Vorsichtsmaßnahme oder Vorzeichen?

Die Frage drängt sich auf: Warum wird eine solche Regelung ausgerechnet jetzt verschärft?

▪️Steigende Abwanderungen: Immer mehr Menschen ziehen ins Ausland, sei es aus beruflichen, steuerlichen oder politischen Gründen.
▪️Kriegsähnliche Zustände? Die historische Verbindung zur Reichsfluchtsteuer lässt die Frage aufkommen, ob solche Maßnahmen Vorboten für größere wirtschaftliche oder politische Unsicherheiten sind.

Die historische Verbindung zur Reichsfluchtsteuer lässt – rein spekulativ – die Frage aufkommen, ob solche Maßnahmen Vorboten für größere wirtschaftliche oder politische Unsicherheiten sind.

Fazit: Hinterfragt, schaut genau hin und informiert euch!

Die Wegzugsbesteuerung 2024 ist nicht nur eine Steuerregel, sondern auch ein Symbol für wachsende Kontrolle und Abgrenzung. Ob dies lediglich eine Vorsichtsmaßnahme ist oder auf größere Veränderungen hindeutet, bleibt offen. Doch eines ist sicher: Wer einen Umzug ins Ausland plant, sollte sich dringend rechtlich und steuerlich beraten lassen, um nicht in eine finanzielle Falle zu tappen.

📌 Bezug im Gesetz:
▪️Außensteuergesetz, § 6
▪️Bundesgesetzblatt Teil I Nr. 387, 2024, Art. 11, Seiten 16–18 (https://recht.bund.de/bgbl/1/2024/387/VO.html)

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He said that since his platform does not have the capacity to check all channels, it may restrict some in Russia and Ukraine "for the duration of the conflict," but then reversed course hours later after many users complained that Telegram was an important source of information. Ukrainian forces have since put up a strong resistance to the Russian troops amid the war that has left hundreds of Ukrainian civilians, including children, dead, according to the United Nations. Ukrainian and international officials have accused Russia of targeting civilian populations with shelling and bombardments. Apparently upbeat developments in Russia's discussions with Ukraine helped at least temporarily send investors back into risk assets. Russian President Vladimir Putin said during a meeting with his Belarusian counterpart Alexander Lukashenko that there were "certain positive developments" occurring in the talks with Ukraine, according to a transcript of their meeting. Putin added that discussions were happening "almost on a daily basis." "There are several million Russians who can lift their head up from propaganda and try to look for other sources, and I'd say that most look for it on Telegram," he said. Either way, Durov says that he withdrew his resignation but that he was ousted from his company anyway. Subsequently, control of the company was reportedly handed to oligarchs Alisher Usmanov and Igor Sechin, both allegedly close associates of Russian leader Vladimir Putin.
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